Der Herbst im Riesengebirge erinnert an ein Gemälde der Impressionisten. Das Gold der Blätter verschmilzt mit dem Grau des Granits, und der Morgennebel zieht träge durch die Täler. Wenn die ersten Ahornblätter fallen und auf den Wegen Ruhe nach der sommerlichen Betriebsamkeit einkehrt, zeigen die Berge ihr stillstes, fast vertrauliches Gesicht. Es ist der perfekte Moment, um aufzubrechen – mit Kamera, Thermoskanne und festen Wanderschuhen. Als Ausgangspunkt für eine solche Entdeckungstour eignet sich das Schloss Wernersdorf – eine barocke Residenz im Herzen des Hirschberger Tals, die Luxus und Natur harmonisch verbindet.
Szrenica – der Klassiker für den herbstlichen Auftakt
Nur wenige Autominuten vom Schloss Wernersdorf entfernt liegt Schreiberhau (Szklarska Poręba) – der Ausgangspunkt zu einem der bekanntesten Gipfel des Riesengebirges, der Szrenica. Der rot markierte Weg führt über den Kamieńczyk-Wasserfall und die Hala Szrenicka und bietet Ausblicke, die im Herbst besonders malerisch sind. Früh am Morgen bricht die Sonne durch die Nebel, und der Duft des feuchten Waldes verleiht der Wanderung eine unverwechselbare Atmosphäre. Eine ideale Halbtagestour – anspruchsvoll genug, um die Berge zu spüren, aber kurz genug, um rechtzeitig zum Abendessen im Schlossrestaurant zurückzukehren.
Auf die Schneekoppe über Pielgrzymy und Słonecznik – für Liebhaber weiter Horizonte
Wer eine größere Herausforderung sucht, kann von Krummhübel (Karpacz) aus zur Königin des Riesengebirges – der Schneekoppe – aufsteigen. Der gelb markierte Weg führt von der Wang-Kirche über die Felsformationen Pielgrzymy und Słonecznik – Symbole der Gebirgsgeologie, die im Herbstnebel wie uralte Skulpturen wirken. Weiter geht es über das Schlesierhaus bis zum Gipfel, von dem man bei klarer Sicht weit nach Böhmen blicken kann. Der Rückweg auf demselben Pfad macht den Tag zu einem Erlebnis voller Natur, Fotomotive und Eindrücke, die bleiben.
Schneegruben – das raue Gesicht der Berge
Für erfahrenere Wanderer sind die Schneegruben (Śnieżne Kotły) eine eindrucksvolle Wahl. Zwei monumentale, eiszeitliche Kare mit steilen Felswänden, die zu jeder Jahreszeit faszinieren – doch im Herbst entfalten sie ihre geheimnisvollste Schönheit. Die Strecke ab Schreiberhau umfasst über 20 Kilometer, also eine ganztägige Tour. Der Blick vom Kamm – auf Granitwände, Täler und ein Meer aus Wolken – entschädigt für jede Mühe. Nach einem solchen Tag gewinnt die Entspannung im Spa des Schlosses Wernersdorf eine ganz neue Bedeutung.
Wielki Szyszak – für die, die Stille suchen
Weniger bekannt als die Schneekoppe und dadurch wilder: Der „Große Sturmhaube“ (Wielki Szyszak), der zweithöchste Gipfel des Riesengebirges, zieht alle an, die in den Bergen Ruhe finden möchten. Der Weg von Schreiberhau auf den Kamm ist eine mehrstündige Wanderung mit beachtlichem Höhenunterschied. Herbstliche Bedingungen – klare Luft, kühles Licht, leere Pfade – schaffen eine Atmosphäre, die man im Sommer selten erlebt. Ideal für alle, die Natur in ihrem ursprünglichen Rhythmus schätzen – ohne Eile, ohne Menschenmengen.
Die Schneekoppe über das Lomniczka-Tal – ein Klassiker mit Charakter
Wer ein echtes Bergabenteuer sucht, wählt den roten Weg ab Krummhübel durch das Lomniczka-Tal. Es ist eine der spektakulärsten Routen des Riesengebirges – steinig, steil, anspruchsvoll, aber von unvergleichlicher Schönheit. Im Herbst, wenn die Täler in Wolken gehüllt sind und die Sonne über den Gipfeln steht, eröffnen sich Ausblicke, die den Atem rauben. Nach einem solchen Tag ist ein Glas Wein im Restaurant des Schlosses Wernersdorf die reinste Belohnung – für die Mühe, die Erinnerungen und die Nähe zur Natur.
Schloss Wernersdorf – Komfort im Rhythmus der Berge
Egal, welchen Weg Sie wählen – das Gefühl des Ankommens verbindet sie alle. Schloss Wernersdorf ist ein außergewöhnlicher Ort: ein barockes Juwel, das Geschichte und modernen Fünf-Sterne-Komfort vereint. Nach einem Tag in den Bergen kann man hier im Garten zur Ruhe kommen, in der Sauna entspannen oder in den historischen Räumen verweilen, in denen Vergangenheit und Gegenwart in Einklang stehen.
Bergführer und Naturkenner betonen immer wieder: Der Herbst ist die beste Zeit, um das Riesengebirge zu entdecken – weniger Touristen, stabileres Wetter und Farben, die unvergleichlich sind. Schloss Wernersdorf ist dabei nicht nur ein Ort zum Übernachten, sondern ein Ausgangspunkt, um die Region zu erkunden – von den Wanderwegen bis zur Kultur des Hirschberger Tals und seiner Schlösser.
Ein Herbsturlaub in den Bergen bedeutet hier keinen Kompromiss zwischen Komfort und Abenteuer. Ein Morgen in den Höhen und ein Abend im Schloss Wernersdorf genügen, um zu verstehen, dass wahre Schönheit im Gleichgewicht liegt – zwischen Natur und Eleganz, Anstrengung und Erholung.
